Nagidaiarī
Nagi Notes
Yuri, eine geschiedene Architektin, reist nach Nagi in der Präfektur Okayama, um die Verbindung zu ihrer ehemaligen Schwägerin Yoriko, einer Bildhauerin, aufrechtzuerhalten. In sanften Gesprächen, beim Schaffen einer Skulptur, für die Yuri als Modell dient, entsteht zwischen den beiden Frauen eine vorsichtige Nähe, die es ihnen erlaubt, sich jenseits starrer familiärer Erwartungen kennenzulernen. Die Mikrouniversen in Fukadas Werken sind meist beseelt von Figuren, die lernen müssen, mit Freiheit umzugehen. Dass er ihnen dabei Ruhe und Raum gibt, lässt jeden noch so zärtlichen Zoom episch wirken und ruft Erinnerungen an Ozu wach. (Otto Römisch)